Drei Wege, um deine Kreativität zu fördern

Katharina

30 November 2016

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Zuhause Halschakra

Drei Wege, um deine Kreativität zu fördern

Drei Wege, um deine Kreativität zu fördern

Dieser Artikel ist dem Halschakra zugeordnet. Hast du Probleme oder Blockaden im Bereich des Halschakra, dann träufele dir die Aromaöle Eukalyptus, Pfeffermine und Kampfer in eine Duftlampe und genieße das reinigende Aroma.

 

Heilsteine, die du am besten an einer Goldkette um den Hals tragen kannst: Lapislazuli, Aquamarin und Topas

Wenn du nicht gerade in einer Werbeagentur arbeitest, Schriftstellerin oder Malerin bist, dann kann es sein, dass im alltäglichen Berufsleben deine Kreativität im Treibsand der Unsichtbarkeit verschwindet.

 

Ich war beispielsweise jahrelang in einem großen Konzern tätig, in dem kreatives Tun als merkwürdig oder unprofessionell eingestuft wurde.  Sogenannte „OPLs“ (offene Punkte-Listen), Ampel-To-Dos und präzise Verfahrensanweisungen kamen zum Einsatz – so passte ich mich mehr und mehr den Gegebenheiten der Firma an. „Dich kriegen wir auch noch glattgebügelt“, sagte ein Kollege zu mir, als ich matt meine letzten Ressourcen bündelte, um wenigstens ideenreiche Rundmails zu versenden.

 

Irgendwann aber muckt der Körper und/oder der Geist auf. Beide möchten zusammen wie zwei fröhliche, unbeschwerte Kinder über Blumenwiesen hüpfen. Alle Farben, Pflanzen und Tiere wollen bestaunt und als Seelennahrung in sich aufgenommen werden. Je mehr ich das Verspielte, Leichte, Kreative nicht (mehr) zugelassen habe – schließlich wollte ich für die Firma eine perfekte Mitarbeiterin zu sein – desto mehr fühlte ich mich abgestumpft, leer und deprimiert. Inzwischen gibt es wieder Kreativitätsprogramme und Innovationsförderungsanstöße in Firmen, weil man erkannt hat, dass die Angestellten leistungsfähiger und motivierter an ihre Aufgaben herangehen.

Jedermann ist wenigstens einmal im Jahr ein Genie. Die eigentlichen sogenannten Genies haben nur die guten Einfälle dichter.

Georg Christoph Lichtenberg

Was aber nun ist genau die „Kreativität"?

Kreativität ist die Fähigkeit, Ideen oder Produkte hervorzubringen, die sowohl neu als auch den Umständen angemessen sind – so definieren es Hennessey & Amabile.

 

Wenn man nicht hie und da auf die Nase fällt, ist das ein Zeichen, dass man nichts wirklich Innovatives tut.

Woody Allen

 

Zur Veranschaulichung kannst du an die Erfindung des Fahrrads denken. Es war neu, weil ein rollender Gegenstand vorher noch unbekannt war. Die Angemessenheit liegt mit dem Nutzen des „rollenden Esels“ auf der Hand.

Aus meiner Sicht kann jeder kreativ sein – auch diejenigen, die jetzt in sich hineinmurmeln: „Nein, ich bin gar nicht einfallsreich!“
Sicherlich hat jeder schon einmal eine Situation im Urlaub erlebt, in der irgendein wichtiger Gegenstand kaputt gegangen ist. Natürlich gab es weit und breit keinen Supermarkt. Ich denke hier an meinen geplatzten Reißverschluss am Koffer – einige Stunden vor Abflug. Die Lösung kann man durchaus als kreativ bezeichnen 🙂

 

Kreatives Denken bedeutet, neue Lösungen für ein Problem finden, mit dem du konfrontiert bist.
Wie ihr seht, ist es gut, die „kreative Ader“ immer wieder zum Fließen zu bringen, um in Notsituationen schneller reagieren zu können. Letztendlich handelt es sich um eine Möglichkeit des Problemlösens. So kannst du – wenn du regelmäßig deinen „Kreativitätsmuskel“ trainierst, in Gesprächen mit Anderen die Gedanken besser aufnehmen und weiterentwickeln.

 

Du kannst Denkblockaden erkennen und auflösen oder Probleme schneller in den Griff bekommen.

Wie kannst du nun deine Kreativität fördern?

#1 Schaue mit den Augen eines Kindes

 

Einmal hatte ich während meiner Beratertätigkeit im Öffentlichen Dienst mit einem komplizierten Problem zu kämpfen. Zog ich die Sorgendecke in die eine Richtung, rüttelte ich einige Widersacher auf. Legte ich den Stein des Anstoßes in eine andere Ecke, dann passte es wiederum den Führungskräften nicht. Wie ich es auch drehte und wendete, ich sah keine Lösung. Schließlich fragte mich mein neunjähriger Neffe, warum ich immer so finster gucke und gar nicht wie sonst mit ihm „Mensch, ärgere dich nicht!“ spiele. Enttäuscht klopfte er mit den kleinen Spielmännlein aus Holz auf den Tisch.
Da nahm ich einige der kleinen Figuren und erklärte ihm alles auf ganz einfache Art. Guck, die stehen hier und wenn ich das mache, dann rennen die hier los…“, meinte ich bekümmert.
„Und warum nimmste die nich hierhin und da kann der…“, meinte Nico und beschrieb einen großen Kreis mit den Armen.

Dann malten wir gemeinsam auf einem großen Blatt herum und irgendwie kam ich durch die Vereinfachung am nächsten Tag auf eine Idee.
Dadurch, dass man komplizierte Sachverhalte so formuliert, dass es auch ein Kind verstehen würde, konzentriert man sich auf das Wesentliche. Wenn man Kinder bittet, dieses Problem aufzumalen, dann ist es wahrscheinlich naiv und simpel, aber manchmal liegt ja die Lösung gar nicht in so weiter Ferne.

 

Das Leben ist wirklich einfach, aber wir bestehen darauf, es kompliziert zu machen. Konfuzius

 

Durch das Benutzen der einfachen Sprache kannst du deine Gedanken besser ordnen und die wichtigen Fragen werden sichtbar.

Ist gerade kein Kind greifbar, dann versuche die Möglichkeit „als ob“. Erkläre das Problem einem Menschen, der nicht mit der Materie vertraut ist und bitte ihn, den Sachverhalt in eigenen Worten zu wiederholen.

Du kannst ergänzend dazu eine Collage anfertigen, indem du passende Bilder aus Magazinen oder Postkarten auswählst. Formuliere in zehn Wörtern, wie die Lösung deines Problems aussehen könnte und spiele mit verschiedenen Ansichten deiner Collagen.

 

# 2 Entwickle eine kreative Einstellung

 

Möchtest du kreativer werden, dann reicht es leider nicht, sich dies nur vorzunehmen. „Wenn ich morgen früh aufwache, dann bin ich so kreativ, dass es nur so knallt!“

Aber dann hat uns die einfallsreiche Fee doch wieder nicht geküsst…

 

Vielmehr sind es viele kleine Schritte, die uns mehr an eine kreative Einstellung heranführen.

Ich erinnere mich noch an eine Zeit, in der ich als Finanzmitarbeiterin viele Wochen, ja sogar Monate – daraus wurden schließlich Jahre) immer wieder fast ausnahmslos an Excel-Tabellen arbeitete. Sie wurden zunehmend ausgefeilter und umfangreicher, während mein Arbeitsleben mir mit jedem Tag monotoner erschien. Ich dachte, das muss so sein, wenn man Geld verdient – dann ist es eben notwendig, dass man mal die „Hinterbacken zusammenkneift“, wie meine Oma immer so bemerkte.

Aber mit jedem Zusammenkneifen verabschiedet sich auch die Kreativität. Wenn wir sie wieder in unser Leben holen möchten, dann können wir folgende Schritte gehen, um sie zurückzuholen:

 

Routinen durchbrechen

 

Routine ist an sich nichts Schlechtes. Durch sie fühlen wir uns sicher, wohl und zu Hause. Aber sie wirkt auch wie eine LMAA-Tablette: Sie schläfert unseren Geist ein und Emotionen erleben wir irgendwann nur noch wie durch einen Wattenebel. Wir gehen nicht mehr wach und aufmerksam durch den Moment. Auf dem Weg zur Arbeit wissen wir: Rechts kommt der Friseur, links ist die Imbissbude. Morgens hatten wir wie immer den Kaffee aus dem Automaten, dann das obligatorische Brötchen. Nichts kann uns mehr überraschen.

 

Deshalb sollten wir uns immer wieder fragen: Gibt es wirklich nichts, was wir anders machen können? Verwandeln wir uns ein wenig in Columbo und forschen, ob es nicht doch einen Weg gibt, den „Täter” zu überführen. Vielleicht gibt es ja einen Ausweg: Einen neuen Job finden? Oder den Morgen einmal ganz anders gestalten? Vielleicht mit Yoga und einem Morgenlauf beginnen?

Neue Tätigkeiten und Ideen erproben

 

An einem freien Tag könntest du einmal etwas ausprobieren, was du selten oder nie machst, z.B.

– Etwas stricken

– Mit Farben malen

– Inlineskating im nächsten Sportgeschäft ausprobieren

– Singe laut

– Höre eine andere Art von Musik, die du sonst nie hörst

– Forme etwas aus Ton

– Stelle dem Briefträger eine außergewöhnliche Frage

– Suche dir in deiner Stadt ein Ziel aus und/oder besuche Sehenswürdigkeiten in deiner Nähe, die du noch nie gesehen hast

– Melde dich dafür an, eine Schülerpatenschaft für eine/einen Grundschüler/in zu übernehmen

– Probiere eine Ballonfahrt aus

– Besuche ein Museum deiner Wahl

– Setze dich in eine Vorlesung deiner Wahl an der Uni

– Besuche eine Karaoke-Bar

– Setze dir eine Perücke auf, die gar nicht deinem Typ entspricht und schlüpfe in die Rolle dieser Person

– ….

 

Wie ist es dir damit ergangen?

Schreibe ausführlich über deine Erfahrungen in einem Journal. Ich bin sicher, deine Kreativität wird einen großen Freudensprung machen.

 

# 3 Nutze deine Träume

 

Träume haben in vielen Kulturen eine enorme Bedeutung im mentalen Leben der Menschen. Am bekanntesten ist die Theorie Sigmund Freuds, der Träume als „Königswerk des Unbewussten“ oder als eine „Art allnächtlicher Verrücktheit“ bezeichnete. Freud ging in seinem Werk „Die Traumdeutung“ davon aus, dass alle Träume Ausdruck von Wunsch-Erfüllung sind: In Träumen werden mächtige, unbewusste Wünsche in einer symbolischen Form ausgedrückt.
Aber auch viele nichtwestliche Kulturen haben sich mit dem Träumen intensiv beschäftigt. Die Achuar-Indianer Ecuadors beispielsweise sitzen jeden Morgen in einem kleinen Kreis zusammen und erzählen die Träume der vergangenen Nacht. Dies stellt ein tägliches, lebensnotwendiges Ritual die Achuar dar. Ihrem Glauben zu Folge träumt jeder nicht für sich, sondern für die Gemeinschaft.

In verschiedenen Teilen Mexikos, Guatemalas, Belizes oder Honduras fungieren Schamanen als Traumdeuter. Diese wurden in Träumen von Göttern aufgesucht, die ihnen diese Berufung verkündeten. In manchen Kulturen sind Träume eine Verbindung mit der Vergangenheit, in anderen zeigen sie den Blick in die Zukunft.

 

Wie auch immer du zu Träumen stehst: Schenke ihnen mehr Beachtung und führe ein Traumtagebuch, welches du neben dein Bett legst. Schreibe dir früh gleich auf, was du geträumt hast und suche nach Metaphern oder Anregungen.

 

Achte auch auf deine Tagträume und bekämpfe sie nicht. Frage immer wieder: „Was wäre, wenn…?“ oder „Ich wünschte mir, dass…“ und spüre öfter diesen Antworten nach. Diese Methode kann dir einen neuen Blick auf ein Problem eröffnen.

 

Kreativität wurde uns von Geburt an in das Kinderbett gelegt. Bestimmt wurden euch von Eltern oder Großeltern eure Fragen aus vergangenen Zeiten erzählt, wie: „Warum kann man Autos nicht bunt anmalen?“ oder „Warum kann ich nicht die ganze Nacht aufbleiben?“.

Später in der Schule, der Ausbildungsstelle und in der Firma wird Kreativität oft als etwas Bedrohliches empfunden. Abwegige und fantasievolle Antworten und Präsentationen stoßen oft auf Abwehr und werden als „Kindereien“ abgetan. „Das funktioniert so nicht“, heißt es dann oft.
Es lohnt sich jedoch, sich die Kreativität immer zu bewahren und nicht ersticken zu lassen. Vielleicht ist dann auch eine richtig tolle Start-up-Idee für die Zukunft dabei 🙂

Alles Liebe,
Katharina

Einsamer Umgang mit der Natur ist die erste Quelle der Inspiration.
Ralph Walter Emerson

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