Der Mensch sollte ein angemessenes Ziel im Herzen tragen und alles daran setzen, es zu erreichen. James Allen

Katharina

13 Juli 2017

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Zuhause Nabelchakra

Warum das mit meinen Zielen meistens schief lief…

Warum das mit meinen Zielen meistens schief lief…

und was du besser machen kannst 🙂

Ziele.

Bereitet dir schon das Wort Kopfschmerzen?

Das ging mir lange auch so.

Wie Buridans Esel bin ich zwischen den verschiedenen Möglichkeiten hin- und hergetappt und schließlich halb bewusstlos und gelähmt zusammengebrochen.

Ich wusste nicht, was vorn und hinten ist und wie ich es anpacken sollte.

Zuerst einmal gibt es zwei sich drastisch gegenüberstehende Standpunkte. 

Ehrgeizige „Macher“ (wie z.B. Dale Carnegie, James Allen oder Dirk Kreuter – welcher dazu sogar ein eigenes Zielsystem entworfen hat) betonen, wie wichtig Ziele im Leben sind.

Menschen ohne Ziele würden wie eine Nussschale auf dem offenen Meer hin- und hergeworfen werden.

Sie wären  jeder Willkür dominanter Menschen ausgesetzt. Fremde mit hochgesteckten Zielen würden den Irrenden ohne Navigationssystem ihren Willen aufdrücken, da die Ziellosen ja ohnehin nicht wüssten, wohin sie wollen. Außerdem bestünde die Gefahr, dass sich Ängste und Sorgen entwickeln – dadurch, dass nichts angestrebt wird, irren die Gedanken herum und können zu kleinen, unbeschäftigten Zeitbomben werden.

„Ziellosigkeit ist eine üble Angewohnheit, und wer sein Leben von Katastrophen und Zerstörung möglichst freihalten will, muss aufhören, sich ziellos treiben zu lassen.“

James Allen

Ziellose wären nur dahingeworfenes Treibgut auf dem Müllstrand des Lebens, sie sorgen sich wegen Nichtigkeiten, verfallen in Selbstmitleid und fantasieren nur sinnlos herum.

Der zweite Standpunkt stammt von weisen Lehrern, wie z.B. Samarpan oder Peter Lauster.

Der Sinn des Daseins ist dabei ein Leben im Jetzt und Hier ohne jegliche Träume, Sehnsüchte, Ziele und Wünsche. Denn wenn wir uns etwas vornehmen, dann überprüfen wir ständig, ob wir das Ziel schon erreicht haben. Wenn es zu hoch angesetzt ist und die Erreichung uns schwer fällt, dann stellen sich Frustration und Gefühle der Unvollkommenheit ein. Wir schauen nicht mehr, wie sich das Leben heute und hier gestaltet, nehmen die Natur, andere Menschen und  die Dinge an sich nicht mehr wahr, sondern unser Blick ist starr auf unser Ziel gerichtet. Wir überprüfen die Wirklichkeit ständig an unserem Ziel und werden entweder ungeduldig oder traurig, weil wir noch so weit von unserem Zielzustand entfernt sind.

So. Überraschung 🙂

Für mich liegt die Wahrheit in der Mitte – ich habe beides ausprobiert und durchdacht 🙂

Viele Jahre meines Lebens war ich der Meinung, ich müsste ein strebsamer Zielerreicher sein. Wie oft habe ich mit mir gehadert, geschimpft und mich nach vorn getrieben! Wie oft hat sich mein „inneres Kind“ den ehrgeizigen Planungen schon widersetzt? Mindestens genauso oft. Es war, als ob ein ständiger Kampf zwischen einem Ehrgeizigen und einem trotzigen Schulkind in mir tobt. Was dabei herausgekommen ist? Nicht viel, denn beide Parteien haben sich ja schon im Vorfeld zerrieben. Habe ich doch einmal ein gestecktes Ziel erreicht, dann kam ich völlig ramponiert und „halb zogen sie mich, halb sank ich hin“ durch die Ziellinie.

Mein Fazit der ganzen Reiberei ist folgendes:

Der Weg ist das Ziel

Ich habe eine (vielleicht) schlechte Nachricht: Wenn du am Ziel angekommen bist und es erreicht hast, wird sich dein Leben deshalb nicht zwangsläufig besser anfühlen. Du hast dein Buch geschrieben, deinen Abschluss gemacht oder deinen Traummann gefunden – das ist wunderbar. Es ist herrlich. Bitte feiere es ausgiebig. Ganz herzlichen Glückwunsch.

Trotzdem wird das „DANACH“ nicht so sein, als ob du ständig dein güldenes Haar kämmst, deine rosa Schleifen richtest und nur noch auf luftiger Zuckerwatte gehst. Es wird sein, als ob der liebe Gott sich über seinen dichten Bart streicht und mit dem Teufel wettet. Der sagt dann süffisant zu unserem geliebten Allmächtigen: “Jaaaaaa, das Problem hat sie gelöst… Aber kann sie auch daaas?”

“Aber sicher doch!“ wird dieser beherzt antworten – und schon hast du eine neue Herausforderung 🙂

Oder du fühlst dich so komisch leer. Es ist vorbei – du hast dich so kaputtgemacht auf dem Weg, dass du ein größeres Feuerwerk erwartet hättest. Jetzt ist gar nichts. Nur so ein rußiger Geruch.

Deshalb ist es toll, wenn du etwas so gern tust, dass du gar nicht spürst, dass da irgendein Ziel dahinter sein könnte.

Es wäre eine Verschwendung, wenn du deine Gaben nicht in die Welt hinausbringen würdest. Ich kenne z.B. einen langjährigen Beleuchter im Theater, welcher keinerlei Ambitionen hat, sein wunderbares Talent zum Malen zu entfalten. Seine Zeichnungen sind so berührend, dass ich es in diesem Fall als „Vorenthaltung“ von Freude betrachte, dass er in dieser Richtung gar nichts mehr tut, sondern lieber mit mehreren Bierchen zu viel intus um die Häuser zieht.

Wenn du also talentiert in einer Angelegenheit bist, dann nimm dir ein wenig Zeit und übe diese Gabe aus (Tanzen, Schreiben, Singen – du wirst es wissen und spüren).

Ist dein Ziel selbst gewählt oder von außen vorgegeben?

Das ist ein sehr wichtiger Punkt für das Erreichen deines Zieles. Wenn du beispielsweise abnehmen möchtest – aber nur, weil deine Mutter/Tante/Freundin es dir immer wieder vorschlägt – dann ist es nicht dein eigener Wunsch und damit eine Schinderei. Das Erreichen dieses Zieles wird dich nicht glücklich machen. Wenn du selbst sagst, dass du dich leichter, luftiger und aktiver fühlen möchtest – dann ist alles gut. Du möchtest dich gesünder ernähren, weil du der festen Überzeugung bist, dass dies deinem Körper gut tut? Dann ist es ein „richtiges, intrinsisches“ Ziel. Jeden Tag freust du dich, wenn du dem Ziel etwas näher gekommen bist.

Wenn es von außen diktiert wurde (z.B. deine Eltern wollen unbedingt, dass du das Medizinstudium machst – aber du möchtest lieber Landschaftsgärtnerin werden), wird es dich als „extrinsisches Ziel“ unglücklich machen.

 

Ziele erreichen mit dem Visionsboard

Ein Visionsboard ist eine Tafel oder ein großes Blatt, auf der/dem du alles zu deinem Ziel sammelst und es deinem Unterbewusstsein so schön wie möglich machst, immer daran zu denken, wohin du möchtest. Wenn du beispielsweise nach Spanien auswandern möchtest, dann sammelst du alle Bilder und Fakten und klebst sie auf dein Visionsboard. Das kann großen Spaß machen, wenn du mit Buntstiften und Landkarten genau dein Ziel anvisierst.

Es gibt nur eine Sache zu bedenken:

Bitte mache dir dazu auch eine konkrete Liste, bis wann du bestimmte Sachen erledigt haben wirst. Das Unterbewusstsein ist manchmal ein liebenswerter Träumer – aber er träumt davon dann so entspannt, dass er denkt, du hast das Ziel schon erreicht. Dann fällst du in einen wohligen Trancezustand und dein Stresspegel sinkt. Wolltest du das erreichen? Dann ist es gut. Falls du dich aber nach zehn Jahren wütend fragst, was aus deinem Traum eigentlich geworden ist, wenn du im Novemberniesel auf dem Berliner Alexanderplatz stehst, dann kommt die Liste zum Tragen 🙂

Plane genau, bis wann du Spanisch-Grundkenntnisse haben möchtest und welche Schritte nötig sind (nach Jobs und Wohnungen schauen, N.I.E-Nummer beantragen etc.) Schreibe auch dahinter, welche „Wibbergibber“ sich dir entgegenstellen könnten (keine Lust, zu öde, klappt nicht, Bekannte raten dir ab) und wie du sie als Ninja-Kämpferin besiegen möchtest 🙂

Du hast mehrere, widerstrebende Ziele oder wünschst dir eines? Vielleicht ist eine Einzelsitzung etwas für dich.

Welche Erfahrungen hast du beim Erreichen deiner Visionen gemacht?

Ich bin gespannt, alles Liebe

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